Let's chat about inspiration (and what to do when you can't find it)

Das mit der Inspiration ist so eine Sache - ich glaube, manchmal kommt sie genau dann am liebsten, wenn man sie  ausnahmsweise überhaupt nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel wenn man gerade wirklich viel zu erledigen hat und einem plötzlich der grandiose erste Satz einer mehrteiligen Romanreihe in den Kopf schießt, die man am besten jetzt sofort schreiben sollte. Oder sie meldet sich nachts um drei zu Wort wenn man gerade schlafen wollte: "Hey, wieso dekorierst du eigentlich nicht dein Zimmer komplett neu? Ich hätte da so eine Idee..."
Und dann, wenn man endlich Zeit hat und hochmotiviert ist, irgendetwas zu tun, ist sie plötzlich verschwunden und lässt einen ideenlos und mit leerem Kopf einfach sitzen. 



Mir ist das schon gefühlte tausend mal passiert. Es ist ziemlich deprimierend. Meistens will ich unbedingt schreiben, aber ich weiß nicht über was. Oder ich weiß nicht, wie es weitergehen soll mit der Geschichte. Oder wie mein Charakter heißen soll...
Aber eins habe ich mittlerweile gelernt: man darf der Inspiration nicht nachtrauern, weil dann kommt sie erst recht nicht wieder .  Trotzdem gibt es ein paar Dinge die mir helfen mich aus dem "Keine Ideen, kein Plan"- Loch zu befreien: 

  • Musik an. Voll aufdrehen. Die Welt ausblenden. Einfach fühlen. Das hilft um aus dieser verzweifelten "Mir muss jetzt irgendetwas einfallen"-Gedankenschleife zu kommen. 
  • Tumblr oder Pinterest durch scrollen. Zitate rausschreiben, die einem gefallen. Sich überlegen, was einem dazu einfällt, was sie in einem bewegen und wieso. Bilder, die einen faszinieren speichern/rebloggen. Was könnte die Geschichte dazu sein? Woran erinnern sie einen? Pinnwände zu bestimmten Themen anlegen, die einen beschäftigen und alles speichern was irgendwie dazu passt.
  • Augen auf, Ohren auf. Mit offenem Blick durch die Welt gehen. Auf alle Kleinigkeiten achten: Graffitis, die halbaufgerauchte Zigarette mit Lippenstiftspuren, ein einzelner Schuh auf der Straße - hinter allem steckt irgendeine Geschichte. Mal einen anderen Weg nach Hause nehmen. In Geschäfte gehen, die ein interessantes Schaufenster haben. Leuten wirklich zuhören, wenn sie einem etwas erzählen. Aus jedem interessanten Gespräch kann man tausend Ideen mitnehmen!


  • Eine 100- Liste machen. Sich irgendwo hinsetzen, wo man seine Ruhe hat, nichts mitnehmen außer einem Blatt Papier und einem Stift. 100 Ideen zu einem Thema aufschreiben (zum Beispiel 100 Geschenkideen für die beste Freundin oder 100 mögliche Titel für euer Buch oder 100 Themen für Blogposts) einfach so, alles was einem in den Kopf kommt, auch die Dinge, die einem erstmal total verrückt erscheinen. Dadurch, dass man die offensichtlichen Dinge gleich am Anfang "wegschreibt" und einem spätestens bei 20 spontan erstmal überhaupt nichts mehr einfällt, zwingt man sein Gehirn auch mal die hinteren Schubladen durchzukramen...und oft verbergen sich genau da echte Schätze!
  • Ein Inspirationsbuch anlegen. Zeitungsausschnitte, Postkarten, Zitate und Fotos sammeln. Tumblr und Pinterest sind zwar großartig, aber manchmal ist es schön, wirklich etwas zum Durchblättern in der Hand zu halten. Mir geht es eh total oft so, dass ich plötzlich irgendwelche Flyer und Schnipsel in der Hand halte, die irgendwie zu schön sind um sie wegzuschmeißen, da ist das Messy-Potential bei mir dann ziemlich groß -> also, ab ins Inspirationsbuch damit


Was tut ihr, wenn euch die Ideen ausgehen? 
xx



Mission Fair Fashion - Teil 2: Die Alternativen

Im letzten Post ging es darum, wie ich beschlossen habe auf faire Mode umzusteigen und wer oder was mich dazu inspiriert hat. Es hat mich so gefreut zu lesen, dass ihr euch ebenfalls für das Thema interessiert und den gleichen Weg einschlagen wollt! Das motiviert einen direkt noch viel mehr - gemeinsam kann man wirklich einen Unterschied machen!
Die Mission geht weiter:

Schritt Nummer 2: Der Zara- Boykott und die Alternativen

Ich dachte immer, dass es mir unheimlich schwer fallen würde, plötzlich die Geschäfte zu meiden, die phasenweise fast ein zweites Zuhause für mich waren (ich übertreibe leider nicht - ich war früher echt ein Shopping Addict der extremsten Sorte).
Ich stellte mir das wie eine Art kalten Entzug vor und dachte ich muss die nächsten 3 Jahre einen riesigen Bogen um die Innenstadt und die Fußgängerzone machen, um nicht rückfällig zu werden!
Aber jetzt wo ich weiß, wie bescheuert und zerstörerisch und absolut un-nachhaltig das System hinter Zara & co ist, stoßen sie mich von ganz alleine ab.
Bisher habe ich einfach die Sachen getragen, die eh schon in meinem Kleiderschrank hängen - theoretisch sollten die mir wahrscheinlich reichen, bis ich 85 bin - aber irgendwann wird natürlich der Punkt kommen, an dem ich eine neue Hose brauche oder ein Kleid für einen besonderen Anlass oder wo ich einfach nur total Lust auf Shoppen habe. Für diesen Fall muss ich vorbereitet sein (um einen Rückfall auch wirklich garantiert vorzubeugen!) - also müssen Alternativen her.





Meine Alternativen zu Zara & co

  1. Second Hand Läden: Über meine Liebe zum Second Hand Shopping habe ich hier schon einmal berichtet. Die Vorteile: einzigartige Teile mit Charme, teilweise echte Schätze, meistens sehr günstig, eine Gegenbewegung zur Verschwendung der Fast Fashion Welt, umweltfreundlich! Die Nachteile: Second Hand Läden mit einem gutsortierten Angebot sind oft nur in größeren Städten zu finden, schwierig, wenn man nach etwas ganz Bestimmten sucht
  2. Flohmärkte & Tauschpartys: Die Vorteile: siehe oben. außerdem: es macht Spaß dort zu stöbern und man lernt Leute kennen. Die Nachteile: siehe oben
  3. Selber Nähen, Reparieren, Up-Cyclen usw: Die Vorteile: individueller Stil, man kann sich wirklich durch seine Kleidung ausdrücken, sich kreativ austoben Die Nachteile: Eine gewisse  Begabung was Handarbeit angeht ist Voraussetzung (bei mir absolut nicht vorhanden)
  4. Kleiderkreisel, Mädchenflohmarkt& co: Die Vorteile: man findet alles, sehr günstige Preise, man kann Dinge auch selber wieder weiter verkaufen Die Nachteile: etwas mühsam
  5. Faire, ethische Shops: Die Vorteile: Riesenauswahl, man unterstützt coole Start Up - Unternehmen & junge Leute mit guten Ideen, Online Shops shippen meist weltweit, alle Preisklassen (naja, okay, Primark Preise findet man vielleicht nicht - aber wenn eine Jeans 7 Euro kostet kann eben etwas nicht stimmen), qualitativ hochwertige Teile, die frei von giftigen Chemikalien sind
         Hier ein paar meiner Favoriten: 

  • made kind : Alle Produkte werden von kleinen Manufakturen oder Familienunternehmen in Entwicklungsländern hergestellt, die den Preis für ihre Ware selber festlegen. 10 Prozent des Gewinnes leitet der Shop zurück in die Herkunftsländer - vor Ort werden mit dem Geld Hilfsprojekte unterstützt. Es gibt wunderschönen, handgearbeiteten Schmuck, tolle Taschen & Oberteile - alles bezahlbar.
  • two thirds Schöne Basic Teile & unglaublich süße Pullis! Etwas teurer, aber alles in Europa unter fairen Bedingungen produziert und aus umwelt- und gesundheitsfreundlichen Materialien hergestellt. 
  • rice love: Für jedes verkaufte Produkt wird ein Kilo Reis an eine bedürftige Familie in Indien oder Nepal geschenkt. Alte Reissäcke werden zu wunderschönen Rucksäcken recycelt. 
  • people tree: Wohl einer der bekanntesten Fair Trade Shops. Da ist gerade total viel im Sale! Vorbeischauen lohnt sich.
  • thelostlanes
 Lieblingsteile

madekind 12 euro

madekind 29 euro
Einen großen Vorteil haben alle diese Alternativen gemeinsam: man unterstützt mit seinem Geld keine ausbeuterischen, zerstörerischen Konzerne. Jeder Kauf ist eine Entscheidung - wir haben die Wahl.



two thirds 62 euro
people tree 32 euro


Mission "Fair Fashion" - Teil 1: Infos & Inspiration finden

Ich habe eine Mission: Ich will auf faire Mode umsteigen. Diese Entscheidung kam nicht von heute auf morgen. Ich war lange in einem Zwiespalt: natürlich hatte ich die Bilder in der Zeitung gesehen, die Bilder von eingestürzten Fabriken und Chemikalien, die in einen Fluß sprudeln. Aber wenn ich durch die Stadt lief, auf der Suche nach der perfekten Jeans, vorbei an überquellenden Regalen und hunderttausend Plastiktüten, verlor ich die Bilder für einen Moment aus den Augen, vielleicht geblendet von den leuchtenden Schaufenstern und den Sale-Schildern. Aber ein flaues, ungutes Gefühl blieb irgendwo tief in mir drinnen und ging auch nicht weg, als ich die "perfekte" Jeans fand, die Achtung Spoiler weder meinen Kleiderschrank vollständig machte, noch mein Leben auf irgendeine signifikante Art und Weise bereicherte. Weil danach fehlte dann die perfekte Lederjacke und dann die perfekte Tasche und dann...
Ich wusste schon eine Weile, dass ich mein Kaufverhalten ändern will, habe angefangen mich zu informieren, mehr in Second Hand Läden zu gehen. Dann habe ich, eigentlich eher durch Zufall den Film  "The True Cost of Fashion" gesehen und ab diesem Moment gab es kein Zurück mehr! Es war wie Aufwachen. Ehrlich, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich die Welt seit diesem Film mit anderen Augen sehe.


Für mich steht fest: ich will nicht, dass die Modewelt so bleibt wie sie ist: ausbeuterisch und grausam gegenüber Menschen und der Erde. Ich will kein Teil von dieser Welt sein. Ich liebe zwar Kleider, ich liebe schöne Stoffe & Farben und was es mit einem macht, wenn man sich gut angezogen fühlt...aber  ich will faire Mode.  Doch was bedeutet das überhaupt genau? Wie fängt man am besten an? Wo kann ich noch einkaufen gehen? Und wie funktioniert das mit dem Geld?










Schritt Numero 1: Infos & Inspiration finden

Mir fiel auf, dass ich zu allererst mein Wissen erweitern musste. Dabei war "The True Cost" unheimlich hilfreich - aber es reichte noch nicht. Also habe ich angefangen Social Media nach #slowfashion, #fairfashion und #ethicalfashion zu durchstöbern.








Ich habe schnell festgestellt: Es gibt so viele interessante und stilvolle Menschen, die im Internet ihre Ideen, ihre Erfahrungen und Tipps zum Thema faire Mode teilen.
Darf ich vorstellen?

Kristen Leo







Ella GraceNatalie Smith...und noch viele mehr!

Natürlich muss nach der Abo-Liste auch die Shopping-Liste renoviert werden...Schritt Nummer 2 der Mission! Habt ihr Interesse zu weiteren Posts der Reihe? Zu bewusstem Einkaufen, meinen Lieblings Fair Trade Läden und zum Thema Second Hand?  Ich würde mich freuen! Liebe Grüße & 100 mal Danke für eure netten Kommentare!
Pia








10 things I learned while living abroad

Bonjour! Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr hattet einen wundervollen Sommer! Wie ich im letzten Post erwähnt habe, habe ich die letzten zwei Monate in Marseille verbracht, wo ich ein Praktikum gemacht habe. Das habe ich gelernt:

1. Notiz an mich selber: Du brauchst gar nicht so viel Zeug. Alle Klamotten, die du benötigst um für zwei Monate zu überleben passen in einen Koffer. Du wirst deinen vollgestopften Kleiderschrank nicht vermissen, genauso wenig wie deine 34568 Stifte oder deine 15 Wimperntuschen, von denen die Hälfte sowieso vertrocknet ist, weil du jeden Tag die selbe benutzt. Du wirst sogar merken, dass es befreiend ist wenig Zeug zu haben. 


2. Du wirst Plätze finden, in die du dich verliebst: das Café am Bahnhof, die Inseln, die Kirche auf dem Hügel...du wirst sie nicht alle sofort finden, sondern nach und nach, manchmal wenn du am wenigsten damit rechnest.

3. In Frankreich gibt man wirklich jedem ein Bussi...oder vier. Sogar seinen Arbeitskollegen.

4. Wenn du im Restaurant "Dijon" bestellst, wird man dich komisch anschauen. Das liegt daran, dass Dijon eine Stadt ist und nicht Senf.

5. Wenn du anfängst, zuhause zu vermissen dann versuche nicht die Tage zu zählen, bis du zurückkommst. Davon vergehen sie nicht schneller. 


6.  Auch wenn man das schnell vergisst, wenn man in München wohnt: Es gibt freundliche, hilfsbereite Menschen, die sich Zeit für einen nehmen, wenn man sie nach dem Weg fragt - wenn es sein muss sogar eine halbe Stunde. Generell haben die Menschen es nicht überall ständig so eilig. Versuche so ein Mensch zu werden.



"You'll need coffee shops
 and sunsets and road trips. 
 Airplanes and passports 
 and new songs and old songs, 
 but people more than anything else"


7. Dieses Zitat ist wahr.


8. Irgendwann musst du am Meer wohnen! Es macht einen so glücklich. 

9. Telefoniere mit deinen Freunden und  deiner Familie. Egal ob du etwas zu erzählen hast oder nicht, einfach nur um ihre Stimme zu hören und weil sie die lustigsten Menschen der Welt sind.
   


 10. Garde la pêche! = Kopf hoch! 


coming home (after 2 months in france)

Ich stehe vor meiner Wohnungstür im vierten Stock. Neben mir steht mein riesiger, schwarzer Koffer, mein treuer Reisebegleiter, der bis oben hin voll gestopft ist mit den Erinnerungen der letzten zwei Monate. Ich weiß nicht genau, wie ich es geschafft habe ihn hier hoch zu hieven, nach einer 14 stündigen Zugfahrt, nach einer Reise quer durch Frankreich. Meine Arme und Beine sind müde, mein Kopf schwer und benommen, aber mein Herz klopft erwartungsvoll, als ich den Schlüssel im Schloss drehe. Dann stehe ich im dunklen, leeren Flur und schließe kurz die Augen. Es riecht nach frisch gewaschener Wäsche, nach Holz, nach Herbstlaub, Farbe, Kaffee, nach euch, nach uns, nach früher. Wie bei meinem letzten Nach-Hause-Kommen mal überrollt mich noch im selben Moment dieses Gefühl, dieses warme, süße und hauchzartbittere Gefühl. Es erfüllt mich von meinen Haarspitzen bis zu meinen Zehen und ich weiß: ich bin angekommen.

Die letzten zwei Monate habe ich in Marseille verbracht, weswegen es auf diesem Blog hier so vollkommen still war. Es war ein heißer, schöner, lauter, anstrengender, verrückter, bereichernder Sommer. Es war der Sommer mit den Feigen, der Sommer mit neuen Freunden, mit Insel-Ausflügen, mit Kameras und Skizzenbüchern. Es war der Sommer in der Stadt - der Sommer in dem es nie ruhig war, der Sommer, in dem ich ein Fenster zur Straße hatte, in dem ich Bäume vermisst habe, in dem ich über 300 rote Ampeln gelaufen bin. Es war der Sommer, den ich in einer französischen Grundschule verbracht habe, in veganen Cafés, auf Balkonen und am Hafen.



Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich machen durfte, für die Geschichten, die ich vielleicht irgendwann erzählen kann (wenn ich sie nicht wieder vergesse, so wie das meistens passiert). Aber vor allem bin ich dankbar, dass diese Reise mir von Neuem gezeigt hat: nach Hause zu kommen ist wunderschön.


the little things in life

1. Sommersprossen

2.Wenn man morgens aufwacht, und in der Küche schon jemand Frühstück macht und es nach Kaffee riecht

3. Meeresrauschen

4.Barfuß laufen

5. Alte, klapprige Fahrräder

6. Vollgeschriebene Notizbücher

7. Das Rascheln wenn man durch Herbstlaub läuft

8. Eine Wiese voll mit Wildblumen

9. Wie warm sich das Fell von Pferden unter ihrer Mähne anfühlt

10. Buchläden

11. Frischbezogene Betten

12. Zum Geräusch von Regen einschlafen

13. Die Lichter der Stadt in der Nacht

14. Sich etwas wünschen, wenn es 11:11 Uhr ist oder man eine Wimper verliert

15. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge
 

Manchmal schreibe ich mir Listen von kleinen Dingen, die mich glücklich machen, an so Tagen wie heute, wo die Sonne in mein Zimmer scheint und ich irgendwie das Gefühl habe, das könnte eine richtig gute Woche werden. Aber auch an grauen, traurigen Tagen.

Welche kleinen Dinge machen euch glücklich? Ich würde mich wahnsinnig über eure Listen freuen, egal ob in den Kommentaren, oder wenn ihr Lust habt auch als Blogposts.

Ich wünsche euch einen sonnigen 1. Mai! 


And then I never heard from him again - A modern love story

„Also, wir hören uns“, sage ich, mit einem Fuß schon in der Haustür. Den ganzen Tag hatten wir so getan als wäre Sommer, wir hatten uns im Restaurant sogar auf die Plätze draußen gesetzt. Jetzt wo die Sonne weg ist, gestehe mir fröstelnd ein, dass ein Mantel doch keine schlechte Idee gewesen wäre. In Gedanken stehe ich bereits unter der warmen Dusche. Außerdem frage ich mich ob meine Mascara verwischt ist und ob meine Nase und meine Ohren so rot sind, wie sie sich anfühlen. „Klar“, sagt er und grinst. Ein flüchtiger Kuss zum Abschied und schon in dem Moment als die Tür hinter mir ins Schluss fällt, beschleicht mich der Verdacht, dass wir uns nicht hören werden. 

Quelle



 Wenn mich ein paar Wochen später eine Freundin fragt „Was ist eigentlich aus diesem XY?“, geworden, zucke ich nur mit den Schultern. Sie weiß, was das bedeutet. Er hat nicht geschrieben, ich hab nicht geschrieben. Wir grinsen, weil es irgendwie lustig ist, dass das uns das Allen immer wieder passiert. Erst später, wenn ich alleine in der U-bahn sitze, den Kopf an die Scheibe gelehnt und Lieder von „The bright Eyes“ höre, die nach der großen Liebe klingen, wird mir klar, dass ich es auch traurig finde. Ich finde es traurig, wie XY in mein Leben tritt, eine schöne Überraschung, ein paar geteilte Lacher, ein paar heimliche Hoffnungen, ein paarmal verschmitztes Grinsen, wenn sein Name auf dem Display aufleuchtet und wie wir dann einfach ohne ein weiteres Wort auseinanderdriften. 
 
Quelle


Wir sind noch jung, die Welt ist so groß, also wieso sollten wir uns schreiben? Es gibt doch noch so viele Zufallsbegegnungen und erste Küsse da draußen, also wieso sollten wir uns schreiben? Uns bleibt ja die gemeinsame Erinnerung und wahrscheinlich ist die viel schöner als die gemeinsame Zukunft. Denn würden wir zusammengehören – das würden wir doch merken, oder? Die Welt um uns herum würde anfangen sich zu drehen, wenn wir uns in die Augen sehen oder die Fäden unserer Seelen würden sich zu einem untrennbaren Band verknüpfen oder so etwas. 
Irgendwann wird das passieren, denke ich. Irgendwann wird das Universum dafür sorgen, dass ich jemanden treffe, bei dem ich bleiben will, bei dem ich bleiben muss. Das sage ich mir jedes Mal, wenn unser Chat in der Liste weiter nach unten rutscht. 

Aber vielleicht wartet das Universum auch darauf, dass ich endlich mal was tue. Dass ich nicht zusehe wie der Andere am Horizont immer kleiner wird. Dass ich mein blödes Handy in die Hand nehme und meinen blöden Stolz überwinde und ein paar Wörter tippe. 

„Hey, sehen wir uns wieder?“

Quelle
Vielleicht brauchen die Fäden unserer Seele ein bisschen Zeit, bis sie sich zu einem untrennbaren Band verknüpfen. (Ich weiß auch nicht was das für eine Metapher sein soll). Vielleicht sollten wir ihnen eine Chance geben. Vielleicht sollten wir einander eine Chance geben. Oder wenigstens eine Erklärung, bevor wir uns in das nächste "Vielleicht" stürzen, dass schnell wieder zu einem "Ach, vielleicht doch lieber nicht" wird.

 Kennt ihr dieses Phänomen des einfach Auseinaderdriftens ohne Erklärung? Habt ihr auch das Gefühl, dass das in unserer Gesellschaft eigentlich zur Normalität geworden ist, auch auf Freundschaften und Bekanntschaften bezogen? Und was denkt ihr darüber? 

P.S.: Findet ihr solche Tagebuch-ähnlichen Texte interessant oder langweilig? 

sunday at the museum

Das hier ist eine Liebeserklärung an den Sonntag! Für viele Leute ist er glaube ich der langweiligste, lahmste Tag der Woche, aber ich liebe ihn.  Irgendwie fällt es mir sonntags total leicht stundenlang ohne schlechtes Gewissen im Schlafanzug herumzuhängen und unproduktiv zu sein, weil ich weiß, dass ich dabei wahrscheinlich nichts verpasse. Sonntags kann man den ganzen Tag nur in Erinnerungen an Freitag und Samstag schwelgen, lesen, stundenlang telefonieren, backen, nichts tun ...oder ins Museum gehen, weil der Eintritt nur 1 Euro kostet. 
In München laufen zur Zeit super Ausstellungen, zum Beispiel von der Mode&Designschule. Die Entwürfe und fertigen Kleider der Schüler sind in der Glyptothek zu bewundern - und sie sind einfach wunderschön! 
Falls ihr hier wohnt oder in nächster Zeit mal herkommt, kann ich euch den Besuch sehr empfehlen. 
 





Wie sieht euer Programm heute oder an einem typischen Sonntag aus? Ich hoffe ihr habt einen wundervollen Start in eine wundervolle Woche! 
P.S.: Danke für die lieben Kommentare zum letzten Post.

3 inspiring women on social media

Es gibt Momente, da nervt mich mein Handy, das ständig vor sich hin piepst, mich ablenkt und dafür sorgt, dass mein Schlafryhtmus gestört ist, weil ich mich abends nicht von dem leuchtenden Bildschirm losreißen kann extrem. So sehr, dass ich es am liebsten aus dem Fenster schmeißen würde und auf einsame Insel ziehen würde, auf der es kein Wifi-Signal gibt. 
Dann gibt es aber auch Momente, in denen ich dankbar bin in der "Social-Media-Generation" aufzuwachsen - dafür wie viele neue Möglichkeiten wir haben uns kreativ auszudrücken (z.B. durchs Bloggen), uns auszutauschen und vor allem für die vielen inspirierenden Persönlichkeiten, die manchmal am anderen Ende der Welt wohnen und von denen man ohne das Internet nie erfahren hätte. Ich habe das Gefühl, dass ich durch manche dieser Personen wirklich viel lernen konnte, neue Ideen und Denkanstöße gewonnen habe. 
Deswegen habe ich beschlossen eine Reihe zu starten: 


 (Ignorieren wir meine nicht vorhanden Kalligraphie Künste einfach mal, bitte)

Ich würde mich freuen, wenn ich euch damit vielleicht jemanden vorstellen kann, den ihr noch nicht kennt und vor allem, wenn in den Kommentaren von "Internetmenschen" erzählt, die euch persönlich inspiriert haben - und wenn sogar jemand Lust hat einen eigenen Post dazu zu machen, wäre das natürlich total genial. 

Also, los geht's mit den ersten 3 wunderschönen, großartigen Frauen:

Emma Mercurry #themessyheads

 
Über Emma: Emma lebt in Portland, hat den Blog the messy heads gegründet und ist außerdem Herausgeberin der gleichnamigen Zeitschrift.

 "The weird name “The Messy Heads” was chosen because we want you to know right from the get-go that we are not seeking perfection. You won’t find how to get perfect hair, say the right thing to guys, or learn 10 ways to lose 10 pounds before summer. We want you to realize that perfection is unattainable, and life is better lived messy."

Ihre Themen: Authenzität, Lebensfreude, Offenheit, Abenteuer, Freiheit...

"A messy head never ever passes up an opportunity to do something they love or stand up for what they believe in for fear of getting judged. Because those people that judge you have already made up their minds. A messy head can’t be defined easily, and doesn’t define others easily. They accept and love the world around them and take it all in. They would rather acknowledge than ignore and never stay, they always explore."

 Wo man sie findet: instagramthemessyheadsyoutube


Ella Grace Denton


Über Ella:   Ella lebt in England, ist Musikerin und Gründerin des Vintage-Online-Shops sage me baby.




Ihre Themen: Veganismus, selflove, Feminismus, Natur, Kreativität, Reisen...

 Wo man sie findet: instagram, youtube, Spotify (unter Ella Grace)



Sophia Amoruso #girlboss




















Über Sophia: Inhaberin und Gründerin von nastygal, Autorin von #Girlboss, Gründerin des Podcasts #Girlbossradio auf Spotify, in dem sie erfolgreiche Frauen interviewt (ich bin süchtig nach diesem Podcast! unbedingt reinhören!)

"A girlboss is in charge of her life. She gets what she wants, because she works for it." 

Ihre Themen: Erfolg, Motivation, Feminismus, Karriere...

Wo man sie findet: instagram, podcast (auf spotify unter girlbossradio), girlboss.com

  
Kanntet ihr Emma, Ella oder Sophia schon vorher? Wer sind im Moment eure "inspiring women" im Internet? Ich freue mich auf eure Kommentare!  
Let's get inspired.

small changes to make this spring

Manchmal werde ich von diesem überwältigenden Gefühl gepackt, dass ich  viel mehr tun müsste. Dann dreht sich mein Kopf, weil es 2344584545459 Dinge gibt, die ich ändern möchte, weil ich mein Leben besser gestalten will, aber nicht weiß wo ich anfangen soll: Ich muss öfter die Zeitung lesen, Yoga machen, meine Familie anrufen, vielleicht sogar grünen Tee trinken(auch wenn ich finde, dass der nach Algen schmeckt)...Kennt ihr dieses Gefühl? Ich habe festgestellt, dass es mir hilft, wenn ich mir kleine Mini-Schritte vornehme. Klare Vorsätze, die ich im Alltag umsetzten kann.

Kleine Veränderungen für diesen Frühling:

Keine ToGo Becher mehr. Diesen Becher kann man sich in jedem Café und jeder Bäckerei auffüllen lassen und muss ihn danach nicht in den Müll werfen. Ich hab ihn in einem kleine Weltladen gefunden, aber ich glaube die gibt es überall. Die Verkäuferin hat mir an der Kasse erzählt, dass stündlich etwa 320.000 Kaffeebecher weggeschmissen werden - irgendwie krass oder?



Keine Plastiktüten mehr. Ich trage stattdessen jetzt immer diesen Jutebeutel von Tiger mit mir herum, der ist sowieso viel schöner.



 Mehr Fahrrad fahren. 



Blumen pflanzen. Blumen machen glücklich. Außerdem freuen sich auch die Bienen darüber (besonders bienfreundliche Pflanzen sind z.B. Lupinen, Klee, Löwenzahn, Lilien...) Auf Grund des Klimawandels, der Monokulturen in der Landwirtschaft, Pestiziden usw. ist das Bienensterben leider gigantisch...und dass wir ohne Bienen nicht wirklich leben können ist ja bekannt. Als ich vor kurzem bei meiner Oma im Garten saß und in der Erde herumgegraben habe, hatte ich so einen throwback Moment zu meiner Grundschulzeit. Wir mussten damals im Frühling immer Blumenzwiebeln einpflanzen. Damals fande ich das nicht so super, aber mittlerweile macht Gartenarbeit echt Spaß und ich träume schon von meinem eigenen Garten  - werde ich alt?!?!




Sonnencreme benutzen. Wirklich benutzen. Jeden Tag. Und nicht nur jedes mal in Panik verfallen, wenn ich wieder irgendwo lese, was UV-Strahlen alles anrichten und mir klar wird, dass ich wahrscheinlich schon mit 25 Falten haben werde, weil ich mich in meinem Leben bisher vielleicht 3 mal eingecremt habe. 

vintage shopping

Okay, ich gebe zu, der Geruch dort ist meistens ein bisschen gewöhnungsbedürftig - aber in letzter Zeit habe ich Second Hand Läden so lieben gelernt. Angefangen hat alles in Sydney, wo sich in den "In-Vierteln" ein Vintage Laden an den Nächsten reiht. Inspiriert von dem großartigen Style der Australierinnen habe ich an einem Samstagmorgen in München einen spontanen Ausflug zum "Pick&Weight"-Vintage Kilo Store unternommen. 
Ich war die Erste dort und hatte das Geschäft ganz für mich (abgesehen von der Verkäuferin, die richtig lieb war und einen 1A Musiggeschmack hatte). Irgendwo zwischen Burberry-Mänteln, verrückten Glitzerkleidern, 80er Jahre Sonnebrillen und amerikanischen Baseballshirts habe ich mich verloren - ich bin wirklich stundenlang durch die Gänge gestreift. Man kann gar nicht anders, als sich die Geschichten und Gesichter vorzustellen, die hinter manchen der Teile stecken. 
Zwischendurch bin ich immer mal wieder voll beladen in die Umkleide gestapft. Für die meisten Klamotten war ich dann doch nicht cool genug - aber einen Levis Jeans Rock, Chucks und eine weiße Bluse habe ich mitgenommen. Für gar nicht sooo viel Geld. Ein weiterer Vorteil von Second Hand einkaufen: Es ist besser für die Umwelt und man verbraucht nicht immer so viel.  



















































P.S.: Wisst ihr noch als ich gesagt habe, dass es in Zukunft keine verkrampften, unprofessionellen Outfitbilder mehr von mir geben wird? Das war glatt gelogen. Sorry. 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

things to do when you are sad


Ich habe eine schlechte Angewohnheit: Wenn ich deprimiert bin, gehe ich in die Stadt- nicht wenn ich todunglücklich bin, einfach nur wenn ich schlechte Laune habe oder mir einfach sehr sehr langweilig ist. Es endet eigentlich jedes mal damit, dass ich ohne Nachzudenken die erste hübsche Sache kaufe, die mir begegnet, in der festen Überzeugung, dass meine Laune sich dadurch grundlegend verbesseren wird. Ehrlich gesagt klappt das auch meistens, zumindest für die ersten paar Stunden. Vernünftig und erwachsen mit meinen Emotionen umgehen - kann ich. Das führt dazu, dass ich manchmal Kassenzettel oder Lippenstifte in den Tiefen meiner Tasche finde und mich frage: Wieso habe ich das gekauft? Und wieso hat es 15 Euro gekostet?? Manchmal entpuppen sich die Frust-Käufe aber auch als echte Schätze -hier ein paar Beispiele:


Lash Sensational Waterproof Mascara/ Maybelline Jade
Ich liebe diese Wimperntusche und werde sie immer lieben bis ans Ende meiner Tage, in guten und in schlechten Zeiten (sie ist nämlich wasserfest und überlebt Tränen der Verzweiflung und des Glücks, juhu)! Ne, jetzt mal ernsthaft, ich wurde schon ein paar mal gefragt ob ich falsche Wimpern trage. Diese Mascara hat magische Kräfte. Dafür nehme ich es sogar in Kauf, dass ich abends jetzt eine halbe Stunde brauche um meine Augen abzuschminken. 


01 Nude Mauve / Pastell Compact Blush / Maxfactor






Ist es ein Highlighter? Ist es ein Blush? Ich weiß es nicht genau. Aber es ist wunderschön. Und wenn man schon deprimiert ist, dann kann man genauso gut mit schimmernden Wangenknochen deprimiert sein.








Die Zeitschrift "Flow" ist perfekt für  einen grauen, motivationslosen Tag. Sie ist voll von wunderschönen, fröhlichen Illustrationen und Menschen mit guten Ideen. Wenn ich durch die Seiten blättere, fühle ich mich jedes mal inspiriert irgendetwas Schönes zu machen.


 Natürlich gibt es viel sinnvollere Dinge die man tun kann, wenn man ein bisschen down ist, als irgendwelche Sachen zu kaufen (wobei das auch vollkommen okay ist - treat yourself), zum Beispiel:


  •     Musik hören  
  •     Tee trinken
  •     Ein Buch lesen
  •     Einen Freund anrufen
  •     Oma anrufen
  •     Spazieren gehen
  •     einen Hund streicheln
  •     Pfannkuchen backen
  •     Blumen kaufen
  •     Sport machen 
  •     Fotos von früher anschauen
  •     "Moonrise Kingdom" anschauen 
  •     oder irgendeinen anderen Film, der gute Laune macht
  •     Videos von Babytieren auf Instagram suchen   
  •     und nicht vergessen: it's just a bad day, not a bad life!